Gedenken an den Todesmarsch aus Dachau

"Hier führte in den letzten Kiregstagen im April 1945 der Leidensweg der Häftlinge aus dem Konzentrationslager Dachau vorbei ins Ungewisse" - steht auf den 22 Mahnmalen entlang der Route des Todesmarsches von Dachau nach Waakirchen zu lesen.

Vor 75 Jahren, in den Abendstunden des 26. April 1945 begann für die ca. 12.000 Häftlinge  des Konzentrations-lagers Dachau und seiner Außenstellen die Evakuierung ins Ungewisse. In etlichen Hundertschaften wurden die KZ-Gefangenen auch durch Gemeinden unseres Dekanats in Richtung Alpen getrieben. Viele Häftlinge starben auf dem Weg an Erschöpfung und Krankheit oder wurden – hilflos am Boden liegend – von den SS-Mördern erschossen oder erschlagen. Der Sinn dieser Evakuierung bleibt umstritten. Sollte der Zug eine letzte Arbeitsreserve für die fiktive „Alpenfestung“ sein? War eine finale Vernichtung der Häftlinge geplant oder sollten diese dem Regime bei Kriegsende als Verhandlungsmasse dienen?

Abschied mit Abstand

 

Gruppenbild in Corona-Zeiten: (von links) Pfarrer Stephan Fischbacher, Pfarrer Wieland Steinmetz, Tanja Voß, Pfarrer Martin Voß, Dekan Martin Steinbach, Pfarrerin Anika Sergel-Kohls und Vertrauensfrau im Kirchenvorstand, Gabriele Heilmann;

Auch die Coronakrise hat der Kirchengemeinde Bad Wiessee den Abschied von ihrem Pfarrer Martin Voß schwer gemacht. In einer kleinen Abschiedsandacht vor dem Kirchenvorstand richtete der scheidende Pfarrer nochmal das Wort an seine unmittelbaren Mitarbeitenden, die sich im weiten Raum der Kirche verteilt hatten. Im Rahmen der "Entpflichtung" von dem derzeitigen Aufgabenbereich würdigte Dekan Martin Steinbach das Wirken des Seelsorgers, der sich auch als "Sportpfarrer" der Landeskirche einen Namen machte. Beispiele seiner legendären Arbeitsnachweise hierüber bei Facebook verursachten noch einmal ein Schmunzeln bei den Anwesenden. Der Kirchenvorstand hatte ein schönes Gemälde vom Tegernsee in Auftrag gegeben, als Erinnerung an die knapp neun Dienstjahre des Ehepaars Voß in der Talgemeinde und auch die katholischen Kollegen Steinmetz und Fischbacher würdigten das gute Miteinander in der Ökumene am See. Sehr herzlich verabschiedete Seniora Anika Sergel-Kohls die Familie Voß aus der Gemeinschaft der Kolleg*innen,

CORONA: FAMILIEN-KÜMMERFON eingerichtet

Die Ökumenische Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche der Caritas und Diakonie Oberland in Bad Tölz-Wolfratshausen richtet ab sofort ein FAMILIENKÜMMERFON ein. Hier können alle Anrufer – auf Wunsch auch anonym – um Rat fragen.
 
Das veränderte familiäre Zusammenleben in der Quarantänesituation stellt ebensolche neuen Herausforderungen an uns alle, wie die Tatsache, dass das was heute gilt, morgen schon veraltet ist. Bei  dem neu eingerichteten FAMILIEN-KÜMMERFON helfen Ihnen sozialpädagogische und psychologische BeraterInnen kompetent weiter, bei • allen Angelegenheiten rund um Erziehung  • Partnerschaft  • und den aktuellen neuen Herausforderungen im Umgang miteinander.    Das FAMILIEN-KÜMMERFON ist von Montag – Freitag in der Zeit von 9-12 Uhr und 13 – 16 Uhr unter 08041 – 79316 130 besetzt.

CORONA: Regenbogen und Ostereier

Ein Gedanke zur Zeit

Einen Karfreitag gibt es schon im Alten Testament. Einen schlimmen Karfreitag über mehrere Wochen. Ich denke an die Geschichte von der Arche Noah. Da war eine große Sintflut, die viele Menschenleben forderte. Und da waren Überlebende, wochenlang eingesperrt in einem rettenden Schiff. Auch diese uralte Passionsgeschichte endet mit einem Osterfest. Als der Regen endlich nachließ, und Noah wieder festen Boden unter den Füßen hatte, da baute er dem Herrn einen Altar. Zum Dank für die Rettung. Und Gott antwortete Noah im Zeichen des Regenbogens: So bunt und schön soll die Welt wieder werden. Auf Entbehrung und tiefes Leid folgen Rettung und neues Leben.

Es ist diese alttestamentliche Passions- und Ostergeschichte, an die ich in dieser Corona-Zeit immer wieder denke. Auch Noahs Geschichte beschreibt Not und Tod, aber sie belässt es nicht dabei. Auch sie weist hin auf den rettenden Gott. Der Regenbogen steht, wie unsere bunten Ostereier heute für Gottes Zusage, dass auf Karfreitag Ostern folgt – auf Leid neues Leben. An diesem Gott möchte ich auch in dieser Coronazeit festhalten. Zuversichtlich, wenn auch noch entgegen allem Augenschein.

Dekan Martin Steinbach

CORONA: Bischöfe beten online

Um Gottes Beistand in der Coronakrise bitten Kardinal Reinhard Marx und der Evangelisch-Lutherische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Die Bischöfe sprechen zu diesem Anlass in ökumenischer Gemeinschaft das Vaterunser. Wegen der geltenden Sicherheitsvorgaben beten Marx und Bedford-Strohm in ihrem jeweiligen Amtssitz, während sie einander live per Online-Videokonferenz zugeschaltet sind. Das Gebet wird am Montag, 6. April, um 12 Uhr veröffentlicht auf den Webseiten des Erzbistums München und Freising unter www.erzbistum-muenchen.de und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern unter www.bayern-evangelisch.de sowie auf Facebook und Instagram.

CORONA: Gemeinsames ökumenisches Mittagsgebet

Mittags um zwölf Uhr, läuten die Glocken aller Kirchen und aller Konfessionen. In Zeiten, in denen aus Ansteckungsgründen die Gottesdienste in den Kirchen ausfallen müssen, haben sie eine besondere Bedeutung: Sie machen einen gemeinsamen täglichen Gottesdienst aller Christen in unseren katholischen und evangelischen Gemeinden möglich: Die (Mit-)Glieder der Kirche Jesu Christi vereinen sich im Gebet zum Leib Christi. Sie können erleben, was Kirche verkündet: Was auch immer geschieht; wir bleiben verbunden, gehalten und getragen in der Gemeinschaft durch Christus.

Möglicher Ablauf

Wenn mittags um 12 Uhr die Glocken läuten, nimmt dir etwas Zeit. Bringe vor Gott, was dich bewegt.

Du kannst beten: Himmlischer Vater, himmlische Mutter, Vieles kann ich nicht in Worte fassen. Aber du weißt es. Ich lege es in die Worte hinein, die dein Sohn Jesus uns zu beten gelehrt hat:

Vater unser im Himmel...

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