"Neuer Pfarrer" in Kochel wird ein Ehepaar

Der Kirchenvorstand kann sehr gut mit dem landeskirchlichen Besetzungsvorschlag für die vakante Stelle in Kochel leben: Erfreut, einstimmig und ohne lange Diskussion bestätigte das Gremium die Neubesetzung der Pfarrstelle mit dem Theologenehepaar Elke und Dr. Matthias Binder aus Engelthal im Dekanat Hersbruck. Pfarrerin Elke Binder, gebürtige Siebenbürgerin, verlebte ihre Jugendzeit in Neumarkt (Opf.), Pfarrer Dr. Matthias Binder wuchs als gebürtiger Stuttgarter ebenfalls in Neumarkt auf. Beide haben dann in Neuendettelsau, Dubuque (USA) und München Theologie studiert und teilten sich in den letzten 10 Jahren die Pfarrstelle in Engelthal mit einem zusätzlichen Seelsorgeauftrag am dortigen Bezirksklinikum. Das Ehepaar hat zwei erwachsene Kinder und wird am 9. Juli 2017 um 17 Uhr in Kochel durch Dekan Martin Steinbach auf seine neue Stelle eingeführt werden.

Weihnachten braucht Deutung

Ein Gedanke zur Zeit

Eigentlich ist damals nur ein Kind unter ärmlichsten Verhältnissen zur Welt gekommen. Eigentlich müsste dieses Schicksal in einem Stall in Bethlehem längst vergessen sein. Aber diese eigentlich alltägliche Begebenheit hat schon von Beginn an eine Deutung erfahren, die dieses Ereignis herausgehoben hat aus der Masse des leidvoll Normalen.

Engel haben dieses Schicksal gedeutet: Maria gegenüber, dass sich in ihrem Sohn Gott zeigen würde. Auch den Hirten gegenüber, dass dieses Kind der lang ersehnte Heiland sei. Später hat auch Jesus selbst sein Leben gedeutet, und die Apostel haben diese Deutung fortgeführt.

Auch Symbole deuten dieses damalige Ereignis. Aber die Adventskränze in unseren Häusern und die Christbäume in den Schaufenstern werden zu leeren Zeichen, wenn ihre Botschaft verblasst.

Sumaya Farhat Naser über das Leben in Palästina

Die Palästinensische Friedensaktivistin Sumaya Farhat Nasar erzählte im Thomassaal der Kirchengemeinde Holzkirchen von den bedrückenden Lebensumständen ihres Volkes im Hl. Land - blieb dabei aber immer  hoffnungsvoll: Die Mehrheit der Israelis und der Palästinenser sei für ein friedliches Zusammenleben. Es seien die Angst und die Wut, die auf beiden Seiten den Frieden bedrohten. Gegen beide gelte es  anzukämpfen, meinte die Pädagogin und berichtete über ihre Arbeit mit Jugendlichen an den Schulen in Palästina.
Im Vorfeld des Abends hatte es von israelischer Seite heftige Kritik an dem Rederecht für Farhat-Nasar in kirchlichen Räumen gegeben.

Bischof Munib Younan trifft Papst Franziskus

Der Präsident des Lutherischen Weltbundes Bischof Munib Younan von unserer Partnerkirche, der Evang.-Luth. Kirche in Jordanien und im Hl. Land (ELCJHL) feierte gemeinsam mit Papst Franziskus einen ökumenischen Gottesdienst am Reformationsfest in Lund (Schweden). Zu Beginn des 500-jährigen Reformationsjubiläums ein herausragendes Zeichen auf dem fortschreitenden Weg der Ökumene.

Christina Haag in Holzkirchen eingeführt

 Foto: Peter Kellermann

Die Lücke im Hauptamtlichenteam ist geschlossen! Das ist eine gute Nachricht in der Kirchengemeinde Holzkirchen. Nach zwei Monaten Einarbeitungszeit hat Dekan Martin Steinbach die Religionspädagogin Christina Haag auf ihre neue Stelle in der Kirchengemeinde Holzkirchen eingeführt und die Neue zog bereits ihr erstes Resümee: "Langweilig wird mir hier wohl nicht". Das klang durchaus zufrieden und engagiert. Vor ihrer offiziellen Einführung im gut besuchten Gottesdienst stellte sich Christina Haag vor: Viele fragten, wo sie herkomme. Nun gut, sie sei in Kasachstan geboren, in Burgkunstadt aufgewachsen, habe in Nürnberg studiert und ihren Vorbereitungsdienst in Dillingen absolviert. Aber wichtig sei nicht, wo sie herkomme, viel wichtiger sei, dass sie jetzt da sei und sich auf ihre Arbeit freue.

Luther - "denk mal!"

Eine witzige Nacht- und Nebelaktion der Evangelischen Jugend in Bad Tölz: Zum Reformationsfest blickt nicht, wie gewohnt, der Winzerer auf seinem Denkmal die Tölzer Marktstraße hinunter, sondern Martin Luther. In ein Mönchsgewand gekleidet und mit einem Schild um den Hals forderte der Reformator seine Betrachter auf, auch heute Thesen zu notwendigen Veränderungen in Kirche und Gesellschaft zu äußern.

Ein hilfreiches Zeichen, wie mit dem Reformator 499 Jahre nach seiner Intervention gegen damalige kirchliche Missstände umzugehen ist. Auf keinen Fall in einem vermeintlich identitätsstiftenden Personenkult. Lutherdenkmal, Luther als Playmobilfigur, Lutherbier, Luthersocken, Lutherspieluhren mit dem Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ – alles weit am eigentlichen Ziel des Reformationsgedenkens vorbei. Es geht im Jahr 2017, auch nach dem Selbstverständnis des Reformators, nicht um die Person Martin Luthers, sondern um sein Anliegen: Christus muss wieder im Mittelpunkt stehen. Die entscheidende Frage, was Jesus heute wohl getan, gedacht und uns geraten hätte, soll unser persönliches Handeln prägen.

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