Dekanatssynode zum Thema Islam

 
„Islam und Christentum sind verschiedene Religionen und werden es bleiben“, stellte Kirchenrat Dr. Rainer Oechslen auf der Frühjahrssynode des Dekanats Bad Tölz fest. Aber er ergänzte diese Aussage mit einer grundlegenden Feststellung: „Durch die uns verbindende Liebe zu Gott und zum Nächsten können wir voneinander lernen und miteinander im Frieden leben“!
Oechslen ist der Islambeauftragte der bayerischen Landeskirche. Mit seinem Vortrag gelang es ihm, die Synodalen zu einem unverkrampfteren Miteinander der beiden Religionen zu ermuntern und zum besseren gegenseitigen Verständnis beizutragen. „Unser Gott und euer Gott sind eins. Und ihm sind wir ergeben“ – steht im Koran zu lesen ...

50 Jahre ökumenischer Studienkurs und Nagelkreuzzentrum

Neuhaus-Josefstal. Seit 50 Jahren lädt die Evang.-Luth. Kirche in Bayern aus allen Kirchen Nord-, Süd-, Mittel- und Osteuropas Delegierte zum ökumenischen Studienkurs ins Studienzentrum nach Josefstal (Schliersee-Neuhaus) ein. In diesem Jahr stand unter den ca. 40 TeilnehmerInnen der verschiedensten Kirchen der europäischen Ökumene das Thema "Versöhnung" im Mittelpunkt. Anlass für dieses Thema war das 50-jährige Jubiläum der Übergabe des Nagelkreuzes von Coventry an das Studienzentrum in Josefstal. Dies wurde zusammen mit den europäischen Gästen in einem besonderen Festakt am Sonntag "Misericordias Domini" gefeiert. 

Ostergrüße aus unserer Partnerkirche

 
Liebe Freunde,
Christus ist auferstanden…. Christus ist wahrhaftig auferstanden.
Als Christus von den Toten auferstanden ist, überwand er nicht nur den Tod, sondern auch die Angst. Angst ist ein erbitterter Feind für uns Menschen.  Wir als Teil eure Partnerkirche aus Ramallah, wünschen wir euch eine gesegnete Osterzeit. Eine Zeit ohne Angst, eine Zeit, die mit Hoffnung und Vertrauen auf ein besseres Leben blickt, eine Zeit, die uns das Verständnis füreinander als Teil des einen Leibes Jesu Christi bringt, mit unseren unterschiedlichen Stärken, Schwächen, Fähigkeiten und Bedürfnissen.
Obwohl es nicht einfach war dieses Jahr Ostern zu feiern, vor allem nach den Angriffen an Palmsonntag auf die Kirchen in Ägypten, feierten und beteten wir mit großer Freude und Vertrauen. In unseren Gebeten gedachten wir auch euch. Möge uns der auferstandene Herr durch diese Tage führen, hin zu einem Leben voller Vertrauen und Hilfe für unsere Gemeinschaft. Gott ist Frieden,

Rev. Imad Haddad
The Evangelical Lutheran Church of Hope
P.O.Box 162
Ramallah, Palestine (via Israel)

Mühsame, aber ersprießliche Gartenarbeit

Wir erleben momentan die schönste Zeit im Jahr: Im Garten hat die Arbeit begonnen, von der Hermann Hesse sagt: „Ich bin nicht ungern der Sklave meines Gartens. Die Arbeit macht mich sehr müd und ist etwas zuviel, aber mitten in alledem, was die Menschen heut tun, fühlen, denken und schwatzen, ist es das Klügste und Wohltuendste, was man tun kann.

Von einem Garten berichtet auch die biblische Ostergeschichte. Maria Magdalena weint am leeren Grabe Jesu. Sie befürchtet, man habe den Leichnam ihres Meisters gestohlen. Da wird sie angesprochen, und meint, es sei der Gärtner. Ob er etwas Genaueres weiß?

Ein Satz neuer Altarbibeln

VertreterInnen der 12 Kirchengemeinden stellten sich gemeinsam mit Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Dekan Martin Steinbach (links) mit den neuen Altarbibeln dem Pressefotografen Matthias Krinner

Einsatz zeigte unsere Regionalbischöfin, Susanne Breit-Keßler, allemal: Bei ihrer Rundreise durch die Zwölf (Pro-) Dekanate im Kirchenkreis München/Oberbayern brachte sie als Geschenk je einen Satz neuer Altarbibeln für alle Kirchengemeinden mit. Es handelt sich dabei um die revidierte Lutherbibel 2017, die für das Jubiläumsjahr der Reformation überarbeitet wurde und neu erschienen ist. In Bad Tölz überreichte Breit-Keßler die Altarbibeln den Mitgliedern der 12 Kirchenvorstände, die im Rahmen eines Dekanatsempfangs geladen waren. Launig erzählte die Regionalbischöfin über ihre ersten spannenden Bibelerfahrungen im Kindergottesdienst, die sich dann im theologischen Examen gewinnbringend verwerten ließen. Sie bat die Gemeinden, die Bibeln in den Gotteshäusern auch so auszulegen, dass sie von den Besuchern offener Kirchen auch gelesen werden könnten. 

Zum Miteinander gibt es keine Alternative

Glasbild in der Johanneskirche Bad Tölz: Luther auf dem Reichstag in Worms 1521

Ein Gedanke zur Zeit

Es ist eine 500-jährige, von Macht und Geringschätzung erfüllte Beziehungsgeschichte, auf die Katholiken und Protestanten in diesem Jahr zurückschauen. Angefangen hatte diese Geschichte mit theologischer Kritik eines Mönchs an seiner Kirche. Mit Drohungen, geschmacklosen Verbalattacken und prozierenden Zeichenhandlungen gossen die Beteiligten ordentlich Öl ins Feuer. Nachdem auch politische Interessen den Konflikt für sich vereinnahmten, wurde aus einem theologischen Disput letztlich Krieg.

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