Mit der Seilbahn zum Weihnachtsfest

Ein Gedanke zur Zeit

 

Zugegeben, die Tristesse des Novembers mit ihrem immer wiederkehrenden Totengedenken gehört nicht gerade zu den besonders begehrten Zeiten im Jahreskreis: Allerheiligen, Allerseelen, Reichskristallnacht, Volkstrauertag. Und auch der für die Pflegeversicherung geopferte Buß- und Bettag lud ja vormals nicht gerade zu Party und schönen Ausflügen ein. Da erfreut doch eher die in Bad Tölz schon vor dem Totensonntag eingeläutete Weihnachtszeit des Menschen Herz. Glühwein, Plätzchen und eine weit geöffnete Shoppingmall am Sonntag sind ein willkommener Gegenentwurf zu Mahnmal und Friedhof. Sie verstecken unser Gedenken schnell mal hinter Tannenzweig und Kerzenschein. Frohe Weihnachten!

Eine vertane Chance! Vielleicht täte es gut, im November dem Schmerz wirklich einmal Raum zu geben.

In Kochel erklingt eine neue Orgel

Die evangelischen Gemeindeglieder freuen sich dieser Tage über die neu entstehende Orgel in der Kirche in Kochel. Die Orgelbauer Stefan Neumeier und Matthias Bruckmann und die Intonateure Andreas Pörtinger und Markus Haag von der Firma Führer aus München fertigten das neue Instrument, das am 1. Advent um 9.30 Uhr im Gottesdienst eingeweiht wird.

Die neue Orgel ist ein zwar kleines, aber hochwertiges Instrument, das wunderbar in den besonderen Raum der Jugendstil-Kirche passt. In knapp 6 Monaten ist in der Münchner Werkstatt unglaublich viel Technik aus Holz, Metall, Leder, Filz, Papier und ein ganz klein wenig Plastik zusammengebaut worden. „Die Orgel ist die Königin der Instrumente, weil sie auf der Technik älterer Instrumente wie Querflöte und Hammerklavier aufbaut“, so die Instrumentenbauer Neumeier und Bruckmann.

Zur Einweihung "ihrer" Orgel werden sie wieder kommen, denn sie haben so etwas wie eine Beziehung zu dem Instrument aufgebaut. Dann wird die neue Orgel erstmals öffentlich zu hören sein. Es spielen dann Kirchenmusikdirektor Ulrich Knörr und Dekanatskantorin Elisabeth Göbel. Die Festpredigt hält Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler.

(Text und Bilder: Matthias Binder)

Mitgliederversammlung DW Oberland

Nicht nur Zahlen und Wahlen hatte das Diakonische Werk Oberland auf seiner Mitgliederversammlung in Wolfratshausen zu bieten. Interessant waren vor allem Einblicke in die vielfältige Arbeit des Werkes: Exemplarisch diesmal Andreas Brommont (Bild), Leiter der ökumenischen Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche im Landkreis Bad Tölz: Er konnte von den vielfältigen Angeboten und den ganz unterschiedlichen Arbeitsfeldern seines Teams berichten, das für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 0 - 27 Jahren zur Verfügung steht. Egal ob in Sachen "Schreikinder" oder begleitetem Umgang von Kindern mit Elternteilen, die nicht in der Familie wohnen, die Beratungsstelle versucht zu unterstützen, zu vermitteln und zu verstehen. Das Team ist an allen Werktagen im Jahr mit mindestens zwei BeraterInnen erreichbar und schafft es in aller Regel, innerhalb von 1 - 2 Wochen einen ersten Gesprächstermin zu vereinbaren. Die Beratungsstelle ist Montag bis Freitag unter der Tel.-Nr.: 08041 / 79316-1230 oder auch unter der Mailadresse eb-toelz@caritasmuenchen.de zu erreichen.

Michaelskirche in Dietramszell entwidmet

 

Seit dem 11. November werden in der Michaelskapelle in Dietramszell keine Gottesdienste mehr gefeiert. Das von Architekt Franz Lichtblau entworfene und 1961 eingeweihte Kirchlein am Schwaiganger ist nach einem Beschluss des Kirchenvorstands Holzkirchen entwidmet worden. Gründe dafür waren eine anstehende umfangreiche Renovierung u.a. wg. Schimmels in der dazugehörigen Mesnerwohnung, die von der Gemeinde nicht finanziert werden konnte. Auch die Besucherzahlen in den vierwöchentlichen Gottesdiensten waren so gering, dass die Dietramszeller Gemeindeglieder künftig regelmäßig nach Holzkirchen zum Gottesdienst eingeladen werden sollen. Dort fühlen sich die meisten Gemeindeglieder des Kapellen-Sprengels ohnehin beheimatet.

Schöner neuer, alter Kirchturm

Es war ein ziemlicher Kraftakt der Kirchengemeinde Holzkirche: Mithilfe zahlreicher Spenden aus der Gemeinde und eines Zuschusses der Landeskirche wurde jetzt der Kirchturm der Segenskirche saniert. Die durch die natürlichen Schwingungen des Glockenturms aufgerissenen Holzbalken waren unkontrollierbar der Witterung ausgesetzt und die Statik des Turms damit nur noch schwer kalkulierbar. Jetzt wurden die Holzbalken durch Stahlstützen ersetzt, sowohl am Turm, als auch am Dach und an der Glockenstube. Nach aufwändigen und kostspieligen Vorarbeiten konnte dann innerhalb nur einer Woche die Demontage vollzogen und der Turm mit seinen stählernen Stützen wieder zusammengebaut werden.

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