Ein Willkommen den neuen Mitarbeitenden

 

In diesem Jahr den zweiten "Willkommenstag" für neue Mitarbeitende im Dekanat veranstalteten Erzieherin Martina Hohenreiter, Dekanatssekretärin Annette Weber und Dekan Martin Steinbach. Und dieses Angebot, das das Dekanat für seine 12 Gemeinden zentral durchführt, wird von den unterschiedlichen Berufsgruppen gerne angenommen. Vor allem im Kindertagesstättenbereich gibt es viele "Neue", aber auch eine Pfarramtssekretärin und eine Mesnerin mischten sich unter die Anwesenden. Fragen wie diese, wofür "Evangelische Kirche" steht, oder mit welchen Erwartungen sich Mitarbeitende bei ihr bewerben, standen im Vordergrund. Und einen besonderen Segen gab es in der Abschlussrunde für jede Einzelne, die sich, wie einst der biblische Abraham, auf Neues eingelassen hat und mit ihrer Arbeit anderen zum Segen werden möchte.

Hoher Besuch bei der Dekanatssynode im Herbst

Der Regionalbischof von München und Oberbayern, Christian Kopp, ließ es sich nicht nehmen, seinen wegen Corona ausgefallenen Antrittsbesuch im Dekanat zur diesjährigen Herbstsynode nachzuholen. Mit seinem Input zur Zukunft kirchlicher Arbeit gelang es ihm, den Synodalen in ihren Überlegungungen zur Umsetzung des Landeskirchlichen Prozesses PuK (Profil und Konzentration) einen Motivationsschub mit auf den Weg zu geben. "Was kann gemeinsam mit mehr Qualität oder mit entlastender Funktion vorangebracht werden?" Bei den Überlegungen der Gemeinden, welche Aufgaben sie in ihren Regionen in den nächsten Jahren auf sich zukommen sehen, war viel Gestaltungsfreude und der Wille zur Zusammenarbeit zu spüren. Die Überlegungen sind auch inhaltliche Vorarbeit zur neuen Landesstellenplanung, die im Frühjahr 2021 in den Dekanaten aufschlagen wird.

Impulse aus dem Müllcontainer

Ein Gedanke zu Erntedank

Caro K. und Franzi S. haben sich strafbar gemacht. Sie haben „containert“. Sie sind nachts auf den Hof einer Supermarktkette eingedrungen, haben einen Abfallcontainer geöffnet und weggeworfenes Obst, Gemüse und Joghurt zum eigenen Verzehr entwendet. Die Polizei hat sie erwischt, ein Gericht hat sie verurteilt.

Juristisch ist die Sache klar. Moralisch aber trifft die Schuld nicht Caro und Franzi. sie weisen mit ihrem Containern vielmehr auf einen schweren Missstand in unserem Land hin: Weltweit werden täglich 4600 Kilokalorien Nahrungsmittel pro Kopf erzeugt – weit mehr als ausreichend für alle Menschen - aber nur 2000 kcal davon werden tatsächlich verzehrt. Bei uns in Deutschland werden pro Kopf (!) 81 kg Lebensmittel in Privathaushalten weggeworfen, weitere 56 kg pro Kopf gehen in der Industrie und im Handel verloren. Auch die Fleischproduktion schmälert deutlich die pflanzlich erzeugten Kalorien. Und selbst die Landwirtschaft muss schon Nahrungsmittel vernichten, wenn die Ware nicht dem Schönheitsideal des Endverbrauchers entspricht.

Gegen diese Missstände gibt es kein Patentrezept. Aber eines ist klar:

Pfarrer Wolfgang Dörrich und Pfarrerin Doris Wild verlassen Holzkirchen

Pfarrer Wolfgang Dörrich und Pfarrerin Doris Wild in der Mitte - umrahmt von Dekan Martin Steinbach, Seniora-Pfarrerin Anika Sergel-Kohls, Pfarrer Gottfried Doll und Pfarrer Peer Mickeluhn (von links).

Nach fast 11 Jahren in Holzkirchen wurde Pfarrer Wolfgang Dörrich zum 30. September in den Ruhestand verabschiedet. Der erfahrene Pfarrer hat in seiner Amtszeit einiges in der Kirchengemeinde bewegen können: So fiel die Einweihung des Thomashauses in seine Amtszeit, das alte pestizidbelastete Gemeindehaus wurde mit Unterstützung der Marktgemeinde durch einen modernen Neubau mit Kinderkrippe ersetzt, auch die Sanierung des Kirchturms gelang dank vieler Spenden. Traurig war der Abschied von der St. Michaelskapelle in Dietramszell, für die die finanziellen Sanierungsaufwändungen in keinem Verhältnis mehr zur seltenen Nutzung stand. Wesentlich für den Pfarrer waren daneben die Begegnungen mit den Menschen. Ihre Vielfalt an Gaben, die gemeinsame Arbeit im Weinberg Gottes und die vielfach erwiesene menschliche Nähe stimmten den künftigen Ruheständler im Rückblich tief dankbar.

Auch Pfarrerin Doris Wild wurde im gleichen Gottesdienst nach 16 Jahren (mit familiären Unterbrechungen) von der Gemeinde verabschiedet.

CORONA: Weihnachtsgottesdienste in diesem Jahr outdoor

 

Ob auf der großen Wiese im Park, in der Fußgängerzone, am Seeufer oder direkt auf dem Kirchplatz hinter der Kirche – viele der 12 evangelischen Kirchengemeinden im Dekanat planen ihre Weihnachtsgottesdienste in diesem Jahr an außergewöhnlichen Orten. Weil dicht gedrängte Kirchenbänke an Heiligabend unter Corona-Bedingungen nicht möglich sind, werden viele Kirchengemeinden zu Weihnachtsgottesdiensten unter freiem Himmel einladen.

Landesbischof Bedford-Strohm: „Ich möchte, dass in diesem Jahr jede und jeder einen Weihnachtsgottesdienst besuchen kann, der das will. Weil unsere Kirchen bei den nötigen Sicherheitsabständen zu eng sind, gehen wir raus! Das Licht der Weihnacht wird in diesem Jahr auf vielen Wiesen und Plätzen erstrahlen. Vielleicht werden wir lange Unterhosen anziehen müssen, aber es werden hoffentlich besonder

Herbstliche Berggottesdienste

Herbstlicher Berggottesdienst auf dem Blomberg bei Bad Tölz

Der sonnige Herbst lädt ein und die Corona-Pandemie hilft noch ein wenig nach: In der dritten Jahreszeit finden wieder etliche Gottesdienste im Freien statt: Ob auf dem Freiplatz hinter der Kirche, ob im Kurpark, am See oder auf dem Berg - viele Angebote locken die Christen zu einer Andacht an besonders schönen Plätzen. Unter den beiden Links: https://www.berggottesdienste.de/ oder https://www.kircheimgruenen.de/ finden Sie die Angebote der Dekanatsgemeinden. 

Nicht ganz neu in Neuhaus

Pfarrerin Ilka und Pfarrer Andreas Huber (Mitte) im Kreis Einführenden.

Zurück am Ort bester Kindheitserinnerungen ist Pfarrerin Ilka Huber, sie hat dabei ihren Mann und Kollegen Andreas Huber und ihre Kinder Franz und Anna nach Neuhaus mitgebracht. Am Jodlhof in Hagnberg hat Ilka Hubers Familie oft Urlaub gemacht, jetzt, 30 Jahre später, bezieht die Pfarrerin mit ihrer eigenen Familie das 5 km entfernte Pfarrhaus in der Josefstaler Straße. Angefangen hat das Berufsleben der beiden Pfarrersleut' auf zwei unterschiedlichen Stellen in Hof, anschließend führte sie der Weg nach Füssen. Nach 9 Jahren gemeinsamer Arbeit an der dortigen Christuskirche zog es sie nun nach Neuhaus/Schliersee - sehr zur Freude des dortigen Kirchenvorstands.

Gutes Brot-für-die-Welt Ergebnis im Dekanat

„Wir sind froh und dankbar für das große Vertrauen, das Spenderinnen und Spender Brot für die Welt auch 2019 geschenkt haben", meinte Michael Bammessel, Präsident des Diakonischen Werkes Bayern, bei der Vorstellung des Jahresergebnisses des evangelischen Hilfswerks. Bundesweit haben Spenderinnen und Spender die Arbeit des evangelischen Hilfswerks im vergangenen Jahr mit mehr als 64,4 Millionen Euro unterstützt. Das ist ein Plus von 0,8 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (2018: 63,6 Mio. Euro). Auch das evang. Dekanat Bad Tölz konnte wieder seinen Beitrag zu der erfreulichen Gesamtsumme beisteuern: € 66.188,48 betrug das Sammelergebnis der 12 Kirchengemeinden während der letztjährigen Aktion, gegenüber € 61.074,50 im Vorjahr 2018.

Lufthoheit über die Politik ?

"Wir teilen viele Ideen in Bezug auf Einwanderungspolitik, Willkommenskultur, Asylrecht und Seenotrettung": Bürgermeister Leoluca Orlando aus Palermo mit dem Ratsvorsiotzenden der EKD, Heinrich Bedford Strohm auf dem Kirchentag in Dortmund.

Ein Gedanke zur Zeit 

„Es genüge völlig, dass in der Politik die Vernunft herrsche“, so ein verärgerter Kritiker nach meiner Sonntagspredigt. Es verbiete sich, dass sich die Kirche eine Lufthoheit über die Politik anmaße. Der wahre Platz der Kirche sei das Lager der „betenden, bettlägerigen Seniorin“. In meiner Predigt hatte ich versucht, aus dem Handeln Jesu mögliche Schlüsse für unsere heutige Zeit zu ziehen.

Nun gibt es aber auch in der Politik gegensätzliche Meinungen, die sich alle als vernünftig bezeichnen würden. Wer also bestimmt, was wirklich vernünftig ist? Auch die Vernunft orientiert sich an Werten, um die es zu ringen gilt.

Politik kam noch nie und kommt auch heute nicht drum herum, politische Äußerungen aus dem Raum der Kirche und ihres Evangeliums als Gesprächsbeiträge zu hören.

Die Hagia Sophia in Berlin

Ein Gedanke zur Zeit

 

In Berlin entsteht etwas weltweit Einmaliges: Juden, Christen und Muslime bauen gemeinsam ein Haus, unter dessen Dach sich eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee befinden. Ein Haus des Gebets und der Lehre. Ein Haus der Begegnung für Menschen verschiedener Religionen und auch für die, die den Religionen fernstehen. „House of One“ wird der Name dieses Gebäudes sein – ein gemeinsames Haus, das dem Reichtum der religiösen Traditionen Raum bietet.

Aus heutiger Sicht könnte das „House of One“ und die ihm zugrundeliegende Vision die neue „Hagia Sophia“ werden. Im Gegensatz zu der im Jahre 532 errichteten Hagia Sophia des Kaisers Justinian im heutigen Istanbul. Denn derzeit bemächtigt sich große Torheit dieser byzantinischen Kathedrale: Entgegen ihrer Jahrhunderte alten Widmung der „Heiligen Weisheit“ wird dieser Prachtbau jetzt als Insignie türkischen Machtgehabes missbraucht.

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