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Herzlich willkommen

im evangelischen Dekanat Bad Tölz! 

Hier die aktuellen Nachrichten aus dem Dekanat:

 

 

Klammeraffen sind unsicher

Ein Gedanke zur Zeit

Am 20. Januar wird der neugewählte US-Präsident Joe Biden in sein Amt eingeführt und der bisherige Amtsinhaber Donald Trump verabschiedet. Die Besonderheit: nie zuvor hat sich ein abgewählter US-Präsident so an sein Amt geklammert und versucht den natürlichen Fortgang der Geschichte zu sabotieren.

Abschiede sind schmerzlich, besonders, wenn sie mit Verlusten zu tun haben. Menschen sind dabei wie Klammeraffen. Beim Erkennen von Gefahr oder Verlust krallt sich deren Nachwuchs fest in das Fell der Mutter, um sich weiter in Sicherheit wiegen zu können. Auch heute „klammern“ sich Menschen lieber an Vertrautes, als sich auf Neues einzulassen. Loslassen will gelernt sein. Die Bindungsforschung weiß: Je sicherer sich Babys im Frühstadium bei ihren Eltern fühlen durften, desto leichter fällt später, sich zu lösen und auf Neues einzulassen.

Ich möchte nun nicht in Trumps Kindheit wühlen, lieber werfe ich einen Blick in die Bibel.

CORONA: Verabschiedung Dekan Steinbach im Miniformat

Coronabedingt findet die Verabschiedung von Dekan Martin Steinbach am Sonntag, den 24. Januar im Kleinformat statt. Die ursprüngliche Überlegung, den Abschiedsgottesdienst mit den nötigen Abstands- und Hygieneregeln im Tölzer Kurhaus zu feiern, wurde wegen des im Monat Januar angesagten totalen Lockdowns verworfen. Jetzt findet in der Johanneskirche nachmittags ein nichtöffentlicher Entpflichtungsgottesdienst mit Regionalbischof Christian Kopp und nur wenigen Delegierten der verschiedenen Gremien und Einrichtungen statt. Am Vomittag laden Dekan Martin Steinbach und seine Tölzer KollegInnen um 9.30 Uhr in die Johanneskirche Bad Tölz und um 11 Uhr in die Christuskirche Bad Heilbrunn zu zwei öffentlichen Gottesdiensten ein, zu denen allerdings eine Anmeldung im Pfarramt erforderlich ist (Tel 08041/761273-32 bzw. pfarramt.bad-toelz@elkb.de) .

CORONA: Weihnachten 2020 ganz anders

 

Dem Corona-Virus geschuldet verlief Weihnachten 2020 in den Gemeinden des Dekanats ganz anders als sonst. Keine übervollen dichtgedrängten Gottesdienste in geschlossenen Räumen, kein straffes Hintereinander von Krippenspiel, Jugendgottesdienst, Christvesper und Mette. Aber alle Gemeinden haben sich Alternativen einfallen lassen, um doch das Weihnachtsevangelium feiern zu können. Während etliche Gemeinden am Hl. Abend auf "Outdoor-Angebote" ausgewichen sind, haben andere ihre Gottesdienste gesteamt, haben sie "to go", zum Mitnehmen für zu Hause ausgelegt oder sie mit Anmeldung und auf Abstand in der diesmal nur halbvollen Kirche gefeiert. Es war anders als sonst, aber jede Gemeinde hat auf ihre Weise in dieser schwierigen Zeit Verantwortung übernommen. Insgesamt war der Andrang in den Gottesdiensten geringer als sonst, dafür die Einschaltquoten im Fernsehen wohl höher. Entscheidend letztlich aber: Die frohe Botschaft von der Menschwerdung Gottes war überall auf die unterschiedlichste Weise für alle präsent.

Dekanatsjugendpfarrerin gibt den Staffelstab zurück

Im Rahmen eines Gottesdienstes wurde Pfarrerin Doris Wild jetzt auch von ihrer Funktion als Dekanatsjugendpfarrerin im Dekanat Bad Tölz verabschiedet. Die ehemalige Pfarrerin von Holzkirchen wechselte bereits im September zur neugeschaffenen "Servicestelle Segen" Südbayern, und gab deshalb nach 13 guten und erfolgreichen Jahren auch ihr Engagement als Dekanatsjugendseelsorgerin auf. Der ihr gebührende Dank kam nicht nur von der Jugend, den Dekanatsjugendreferent*innen und dem Dekan, sondern auch von episkopaler Seite: Bischof Nikolaus kam eigens aus Myra angereist um der Pfarrerin für ihren Dienst im Dekanat Bad Tölz zu danken. Er hatte dabei auch einige symbolträchtige Geschenke für die zurückliegenden Arbeit der Dekanatsjugendpfarrerin im Sack. Doris Wild nahm diese dankbar und freudig entgegen und erinnerte sich mit den Jugendlichen gemeinsam bei einer rückblickenden Bilderrevue an manche "Gänsehautmomente" bei vergangenen Aktionen. Zuletzt übergab die Pfarrerin den Staffelstab, den sie 2007 von ihrem Vorgänger in diesem Amt, Pfarrer Karsten Schaller, erhalten hatte, wieder an die Dekanatsjugend zurück.  

Neue Gesichter im Dekanatsausschuss

(im Bild: Pfrin. Sabine Arzberger und Richard Marschner)

Nachdem im Mai 2020 Pfarrer Martin Voß durch seinen Stellenwechsel von Bad Wiessee nach Prichsenstadt aus dem Tölzer Dekanatsausschuss ausgeschieden ist, hat das Gremium auf seiner letzten Sitzung festgestellt, dass Herr Richard Marschner (Wolfratshausen) für den ehemaligen Bad Wiesseer Pfarrer in den Ausschuss nachrückt. Zusätzlich hat das Gremium einstimmig die neue Bad Wiesseer Pfarrerin Sabine Arzberger in seine Reihen berufen, um auch diese Gemeinde wieder an den Beratungen und Entscheidungen zu beteiligen, besonders im Hinblick auf den neuen Landesstellenplan.

Somit sind folgende Personen jetzt Mitglieder des Dekanatsausschusses: ...

Neuer Vorstand im Evangelischen Bildungswerk Bad Tölz

Für die Jahre 2020 - 2023 hat sich der Vorstand des Evangelischen Bildungswerks leicht verändert. Dr. Walter Steinbach (u.l. / KG Ebenhausen) ist vom 2. Vorsitzenden zum 1. Vorsitzenden aufgerückt, Martin Reents (o.r. / KG Miesbach), bislang 1. Vorsitzender, hat diesmal für die Stelle des 2. Vorsitzenden kandidiert. Für die Finanzen zeichnet nach wie vor Sandra Büttner (o.l. / KG Bad Tölz) verantwortlich. Als Beisitzer*innen fungieren wieder Christiane Brunner (u.r. / KG Holzkirchen) und Dekan Martin Steinbach (o.m. / geborenes Mitglied im Vorstand). Neu als Beisitzerin in den Vorstand gewählt wurde Pfarrerin Anna Ammon (Einzelbild rechts / KG Kochel), die im neuen Vorstand Pfr. Matthias Striebeck ersetzt, der im Sommer 2020 das Dekanat verlassen hatte. Ein herzlicher Dank an alle Vorstandsmitglieder für die Bereitschaft, Bildungsarbeit in unserem Dekanat und in den Kirchengemeinden zu unterstützen und zu vernetzen.

EBW Bad Tölz steigt aus dem Fördersystem aus

Mitgliedsversammlung des EBW Bad Tölz coronabedingt per Zoom

Es hatte sich schon länger angedeutet, jetzt hat es die Mitgliederversammlung des EBW bei zwei Enthaltungen einstimmig beschlossen: Weil das Fördersystem des Kultusministeriums und damit auch der AEEB (Arbeitsgemeinschaft Evang. Erwachsenenbildung Bayern) Für Veranstaltungen der erwachsenenbildung zu aufwändig geworden ist und die Hürden für die Förderung immer höher wurden, stehen für die Mitglieder des EBW Bad Tölz Aufwand und Ertrag in keinem annähernd vernünftigen Verhältnis mehr.

CORONA: Genehmigung eines "temporär kooperativen Religionsunterrichts"

Corona machts möglich: Weil der in Bayern übliche konfessionelle Religionsunterricht wg. der Mischung der Klassen eine erhöhte Infektionsgefahr birgt, haben Kirchen und Kultusministerium sich auf die Ermöglichung eines "temporär kooperativen Religions- und Ethikunterrichts" geeinigt. Der Schulbeauftragte des Dekanats Bad Tölz, Dr. Martin Weber (Tegernsee) signalisiert Verständnis: "Wenn kein Regelunterricht stattfindet, wird das christliche Abendland deshalb nicht untergehen, es sollte aber begründet sein!" Vier Modelle werden den Schulen vorgeschlagen. Ein Modell sieht vor, dass die Schüler*innen einer Klasse gemeinsam und unabhängig von ihrer Konfessionszugehörigkeit abwechselnd von einer katholischen, einer evangelischen und einer Ethiklehrkraft unterrichtet werden. Ein weniger kooperatives Modell würde es aber auch erlauben,

Sabine Arzberger, neue Pfarrerin in Bad Wiessee

Einführung in der Evang. Friedenskirche in Bad Wiessee (v.l.:) Pfarrer Stephan Fischbacher (Waakirchen), Pfarrer i.R. Eckhard Arzberger, der einführende Dekan Martin Steinbach (Bad Tölz), Pfarrer Wieland Steinmetz (Bad Wiessee), Pfarrerin Sabine Arzberger, Gabriele Heilmann, Vertrauensfrau des Kirchenvorstands und stellvertretender Dekan, Florian Gruber (Wolfratshausen), der in der Vakanzzeit die Amtsgeschäfte in der Gemeinde geführt hat.

Der Name "Arzberger" ist in Bad Wiessee nicht ganz unbekannt. Schon 1979 zog Sabine Arzberger als konfirmierte 14-Jährige ins evangelische Pfarrhaus am Tegernsee, damals aber noch als Tochter ihres Vaters. Eckhard Arzberger war in diesem Jahr zum Pfarrer auf die Stelle nach Bad Wiessee berufen worden und blieb dieser knapp 24 Jahre treu. So lange blieb Tochter Sabine freilich nicht, 1984 machte sie Abitur am Gymnasium Tegernsee und studierte anschließend Theologie. Zuletzt war die Mutter zweier erwachsener Söhne fast 20 Jahre in verschiedenen Funktionen an der Stephanuskirche in Nympenburg tätig. Ihr Wechsel nach Bad Wiessee löste in der Gemeinde große Freude aus. Nette Anekdote bei der Einführung am Rande: Bürgermeister Robert Kühn kannte die neue Pfarrerin bereits aus einem Schuhgeschäft in München - wie er in seinem Grußwort erwähnte. Als er beim Kassieren auf ihrer EC-Karte den Namen "Arzberger" las, meinte er ihr gegenüber, ein Mann dieses Namens sei in seinem Heimatort einmal Pfarrer gewesen ... 

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