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Herzlich willkommen im evangelischen Dekanat Bad Tölz! 

Hier die aktuellen Nachrichten aus dem Dekanat

 

... und da bin ich dahoam

Herbststimmung in Benediktbeuern: Beim Abschied von Pfarrerin Janßen rückten selbst herbstliche Sonnenstrahlen die Familie noch einmal ins rechte Licht.

Kochel. Pfarrerin Antonia Janßen hat sich mit einem Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Kochel schweren Herzens von "ihrer" Kirchengemeinde verabschiedet. Über "Heimat" hat sie sich aus dem Blick einer weiterziehenden Pfarrerin in ihrer Predigt Gedanken gemacht: "Ich bin die Antonia und da bin ich dahoam" - zitierte sie die Idents des Bayerischen Fernsehens. Sie sei gerne in Kochel und Benediktbeuern gewesen und habe da erstmals wieder Heimat gefunden, meinte Pfarrerin Janßen, zusammen mit ihrem Mann, ihren Eltern und den Zwillingen Luise und Mathilde. Nun sei es aber Zeit, Neues zu wagen ...

Ab durch die Mitte

Ein Gedanke zur Zeit

Zum Abgang von der Bühne gibt es für Schauspieler mehrere Möglichkeiten: Die Wege zu den Seiten der Bühne sind in der Regel die längeren, der Weg nach hinten in die Kulisse ist oft der schnellere. In der Theatersprache steht deshalb das „ab durch die Mitte“ für das schnellstmögliche Verlassen einer Szene. Dieses „ab durch die Mitte“ ist sprichwörtlich geworden. Wenn in Kinderohren am Abend der Satz erklingt: „Schnell noch Zähne putzen und dann ab durch die Mitte“, wissen die Sprösslinge Bescheid. Diskutieren und lamentieren zwecklos, höchste Zeit zum Schlafengehen.

Die Mitte ist gegenwärtig auch in der Politik als der Weg des schnellen Abgangs verrufen. Wer in der Mitte ist, so die Befürchtung vieler Parteifürsten, sei nicht schwarz oder weiß, sondern grau und nah am kürzesten Weg ins politische Abseits.

Zurück aus Palästina

 

Es war die zweite von insgesamt drei Begegnungsreisen in diesem Jahr, die in den Sommerferien 23 motivierte, junge Menschen aus unserem Dekanat in unsere Partnergemeinden der Evang.-Luth. Kirche in Jodanien und im Hl. Land (ELCJHL) führte. Die Gruppe suchte allerdings nicht nur sporadisch Kontakt zu den jugendlichen Mitchristen in Palästina, sondern lebte und wohnte für zwölf Tage mit diesen gemeinsam in der Schule Talitha Kumi in Beit Jala. Unter der Leitung der beiden Diakoninnen Marion Münsterer und Michaela Kleemann und des palästinensischen Jugendpfarrers Ashraf Tannous (Beit Sahour) standen gemeinsame Besichtigungen, Unternehmungen und ein Abschlusszelten am See Genezareth auf dem Programm. Auch Andachten, ein gemeinschaftlich vorbereiteter Gottesdienst und das Wandeln "auf den Wegen Jesu" hinterließen eindrückliche Spuren. Selbst der politischen Situation im Lande begegnete die Gruppe hautnah:

Kommen und Gehen im Dekanat

 

Einige Personalwechsel haben die Kirchengemeinden des Dekanats im Sommer und Herbst zu verzeichnen. Das Positive dabei: Bis auf zwei vakante, halbe Stellen sind die Gemeinden des Dekanats ab September 2018 gemäß des Stellenplans wieder vollzählig besetzt.

Verlassen werden die Kirchengemeinde Holzkirchen die Religionspädagogin Christina Haag und die Kirchengemeinde Kochel Pfarrerin Antonia Janßen. Wiederbesetzt werden konnte dagegen die 0,5 Klinik- und Altenheimseelsorgestelle in Bad Tölz mit Pfarrerin Elisabeth Hartenstein. 

Ein Mann seines Wortes

 

Ein Gedanke zur Zeit

Es war eine turbulente zurückliegende Woche, in der Männer des Wortes verlauten ließen, was besser ungesagt geblieben wäre. Präsident Erdogan entlässt wieder 18500 Beamte unter Terrorverdacht, AfD-Chef Gauland vergleicht Merkel mit Erich Honecker und Innenminister Seehofer lässt gekonnt seinen Rücktritt durchsickern, bevor er von diesem Rücktritt schnell wieder zurücktritt. Worte hinterlassen Spuren. Sie bereiten Handlungen vor und machen salonfähig, was zuvor undenkbar gewesen ist. Im Guten wie im Bösen. Selbst Bundespräsident Frank Walter Steinmeier hat sich deshalb am Sonntag zu Wort gemeldet: Wir müssten zurück zur Vernunft und angesichts von Schlagworten wie „Asyltourismus“ besser auf Sprache achten, dass diese nicht verrohe.

Ein ganz anderer „Mann seines Wortes“ ist mir ...

Pfarrer Weicker in den Ruhestand verabschiedet

Mit einem Gottesdienst in Bad Tölz hat Dekan Martin Steinbach Pfarrer Ulrich Weicker nach 36 segensreichen Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet. Pfarrer Weicker hat  in Neuendettelsau, Zürich, Tübingen und Erlangen Theologie studiert, in Neu Ulm sein Vikariat absolviert und ist anschließend in Murnau seine ersten Schritte als "Pfarrer zur Anstellung" gegangen. Vier Jahre unterrichtete er dann als Pfarrer im Schuldienst am Klostergymnasium in Ettal, bevor er auf die 2. Pfarrstelle nach Miesbach wechselte und hier die Gründung unseres Dekanats Bad Tölz (1997) mitgestaltete. Die Epiphaniaskirche in München Allach und Bad Endorf im Dekanat Rosenheim waren die nächsten Stationen seines Dienstes. Krankheitsbedingt konnte Weicker seinen Dienst in Bad Endorf allerdings nicht mehr vollumfänglich ausüben.

Kommen Sie. Zu sich !

Auch im Sommer 2018 hält die Urlauber- und Tourismusseelsorge der Evangelischen Kirche wieder zahlreiche Angebote für ihre Gäste bereit, um den Urlaub als Zeit der Entspannung und des Kraftschöpfens erfahren zu können. Auch im Dekanat Bad Tölz unterstützen in diesen Ferienmonaten zusätzliche Gästepfarrer und Urlauberkantoren in Neuhaus, Bad Tölz, Lenggries, Kochel sowie am Tegernsee das Angebot der Kirchengemeinden. Berg- und Seegottesdienste, Vorträge, Wirtshaussingen, spirituelle Wanderungen und Radtouren stehen genauso im Programm, wie Konzerte, Musik bei Kerzenschein, die sonntäglichen Gottesdienste in den örtlichen Kirchen und Gesprächs- und Seelsorgeangebote. "Kommen Sie. Zu sich!" - so hat die Bayerische Landeskirche ihr Tourismusangebot überschrieben. Sie finden diese auch unter www.berggottesdienste.de und www.kirche-tourismus.bayern .

Pfarrkonvent im Kloster Plankstetten

 

Zum diesjährigen Pfarrfamilienkonvent trafen sich die Pfarrerinnen und Pfarrer mit ihren Familien im Kloster Plankstetten. Die Pflege der Gemeinschaft und der gemeinsame Erfahrungsaustausch sind für alle KollegInnen, die sich oft eher als Einzelkämpfer in ihren Gemeinden erleben, von großer Bedeutung. Ein herzlicher Dank erging deshalb von allen Teilnehmenden an Pfarrer Georg Bücheler, Pfarrerin Annika Sergel-Kohls und das Vorbereitungsteam, dass sie dem Pfarrkapitel wieder zwei unbeschwerte Tage zum Auftanken ermöglichten. Höhepunkte der gemeinsamen Aktivitäten waren diesmal eine gemeinsame Kanutour auf der Altmühl, geistliche Impulse im Klosterhof und eine abendliche Stadtführung durch Berching.

Neuer Verwaltungsverbund Bad Tölz, Rosenheim und Traunstein

In den vergangenen Jahren hat sich durch verschiedene Entwicklungen, Gesetzesänderungen und Verordnungen ein erhöhter Verwaltungsaufwand für die Kirchengemeinden entwickelt. Aus diesem Grund gründen die drei Dekanate Bad Tölz, Rosenheim und Traunstein, nach gründlicher Vorarbeit und Beschlussfassung durch ihre Gremien, an den Verwaltungsstandorten Rosenheim und Traunstein einen rechtsfähigen Zweckverband. Dieser soll für die Erfordernisse der derzeit 43 Kirchengemeinden qualitative, vergleichbare und nachhaltige Dienstleistungen gewährleisten. Der Zweckverband kann, so die Überzeugung in den Dekanaten, z.B. in Bau- und IT-Fragen die Gemeinden in ihrem Verwaltungshandeln noch besser entlasten und sich durch eine zukunftsfähige Arbeitsteilung, einen gemeinsamen Haushalts- und Stellenplan auszeichnen. Durch Beschluss des Dekanatsausschusses gehören dem Vorstand des Zweckverbands für das Dekanat Bad Tölz Dekan Martin Steinbach als geborenes Mitglied an, sowie Pfarrer Florian Gruber als Vorsitzender eines Kirchenvorstand und Thomas Nether als ehrenamtliche Person.

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