Gescholtenes Establishment

Dass sich etwas „etabliert“ hat, habe ich bislang nicht negativ verstanden. Ein Geschäft, das sich im Ort etabliert hat, verfügt endlich über einen festen Kundenstamm. Eine Jugendarbeit, die sich in der Kirchengemeinde etabliert hat, ist der Aufbauphase entwachsen und funktioniert. Dass die „etablierten“ Parteien mit ihren „etablierten“ Politikern im „etablierten“ Berlin oder Washington oder Paris jetzt so sehr in der Kritik stehen, überrascht deshalb. Oder nicht? „Etabliert“ hat ja auch die negative Bedeutung: „althergebracht“, „traditionell“, „angepasst“. Wenn also etabliert meint, dass Generalsekretäre mit überkommenem Schwarz-Weiß-Denken Politik vermitteln wollen und Parteivorsitzenden, angepasst an ihre althergebrachte Klientel, der Blick über den Tellerrand verloren geht, dann ist der Missmut des Wählers über alles Etablierte gut zu verstehen.

Die Kirchen haben ein ähnliches Problem.

Fahrt zum Kirchentag vom 24. - 28. Mai nach Berlin

 

Die Evangelische Jugend im Dekanat Bad Tölz organisiert für Jugendliche und Erwachsene die Fahrt zum Evangelischen Kirchentag im Reformationsjahr 2017. Nähere Infos und die Anmeldemöglichkeiten finden Sie unter dem Link: 

http://www.ej-dekanat-toelz.de/freizeiten-fahrten/kirchentag.html

Wenn Sie weitere Informationen über den Kirchentag suchen, klicken Sie bitte unmittelbar die Seite des Evangelischen Kirchentags an unter folgendem Link: https://www.kirchentag.de

Filmtipp: Katharina Luther

Fernsehfilm am 22. Februar 2017 um 20:15 Uhr im Ersten

Als Kind im Kloster Nimbschen (Sachsen) abgegeben, lebt Katharina von Bora das für sie bestimmte Leben als Nonne, bis sie mit Anfang 20 durch die Schriften Martin Luthers, die dort heimlich kursieren, mit einer völlig neuen Gedankenwelt in Berührung kommt. Wenn es wahr ist, was Luther schreibt, dass das Verhältnis des Menschen zu Gott allein von Gott bestimmt wird und nicht von den guten Werken der Gläubigen abhängt – was hält sie dann noch hinter den Klostermauern? Katharina wagt den Schritt ins Ungewisse und flieht mit einigen ihrer Mitschwestern auf der Suche nach einem neuen Leben. Als die junge Frau ohne rechtliche Stellung, ohne Einkommen und von ihrer Familie verstoßen,

Ibrahim Azar wird Bischof der ELCJHL

Auf der Synode unserer Partnerkirche, der "Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Hl. Land" (ELCJHL), wurde am 14. Januar Sani Ibrahim Azar zum kommenden Bischof gewählt. Ibrahim Azar ist derzeit Pfarrer der palästinensischen Lutheraner in Jerusalem und hat seinen Sitz in der evangelischen Erlöserkirche nahe der berühmten Grabeskirche. Azar hat unter anderem in München evangelische Theologie studiert, spricht neben seiner Heimatsprache Arabisch auch fließend Deutsch und Englisch und betreut derzeit die Partnerschaft seiner Kirche mit dem Evangelischen Dekanat Bad Tölz. Gemeinsam mit seiner Frau hat der 55-jährige Theologe drei Töchter. Die Einsegnung in das Amt des Bischofs als Nachfolger des derzeitigen Amtsinhabers Munib Younan wird allerdings erst Anfang 2018 sein. So bleibt Zeit, sich gründlich auf die neue Aufgabe vorzubereiten.

Vortreffen Weltgebetstag

Der Weltgebetstag 2017 steht unter dem Thema: "Was ist denn fair?" Die Liturgie kommt diesmal von den Philippinen und wurde von mehr als 20 christlichen Frauen unterschiedlichen Alters und aus allen Regionen des Inselstaates verfasst.

In vielen Gemeinden unseres Dekanates wird am 3. März diese Liturgie in ökumenischer Runde gefeiert. Zur Vorbereitung des Weltgebetstages bietet das Dekanat unter der Leitung von Religionspädagogin Silvia Lechner eine Fortbildung an am

Samstag, 28. 1. 2017 von 14 - 18 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Bad Tölz (Schützenweg 10)

Verbindliche Anmeldungen richten Sie bitte an das Evang. Dekanat Bad Tölz unter der Tel.-Nr. 08041 / 761273-31 (Frau Dierssen) oder direkt an Frau Lechner unter der Rufnr.: 08024 / 470775.

Eine Notwendigkeit des Jahres

Es gibt Worte des Jahres und Unworte – sie sind Spiegel unserer Zeit. Gibt es auch eine „Notwendigkeit des Jahres“? In meinem Rückblick auf 2016 wären das „Zusammenhalt“ und „Besonnenheit“.

Der Anschlag von Berlin steckt mir noch schwer in den Knochen, wie auch die anderen Attentate, die Europa und unser Land in diesem Jahr erschüttert haben. Nichts kann wirklich trösten angesichts solcher Verblendung, die Menschenleben auslöscht und zerstört. Am wenigsten können es markige Worte, die ihren Sprechern im Halse stecken bleiben müssten. Wieso muss angesichts dieses Verbrechens in Berlin die Zuwanderungspolitik neu bedacht werden? Es wird auch die Verkehrspolitik nicht neu bedacht, wenn hirnlose Raser tödliche Verkehrsunfälle verursachen, oder die Familienpolitik, wenn ein durchgeknallter Vater seine Familie erschießt. Das sind Verbrechen, für die keine Gruppen haftbar gemacht werden können. Es sind Verbrechen, die vielmehr Zusammenhalt und Besonnenheit erfordern.

"Neuer Pfarrer" in Kochel wird ein Ehepaar

Der Kirchenvorstand kann sehr gut mit dem landeskirchlichen Besetzungsvorschlag für die vakante Stelle in Kochel leben: Erfreut, einstimmig und ohne lange Diskussion bestätigte das Gremium die Neubesetzung der Pfarrstelle mit dem Theologenehepaar Elke und Dr. Matthias Binder aus Engelthal im Dekanat Hersbruck. Pfarrerin Elke Binder, gebürtige Siebenbürgerin, verlebte ihre Jugendzeit in Neumarkt (Opf.), Pfarrer Dr. Matthias Binder wuchs als gebürtiger Stuttgarter ebenfalls in Neumarkt auf. Beide haben dann in Neuendettelsau, Dubuque (USA) und München Theologie studiert und teilten sich in den letzten 10 Jahren die Pfarrstelle in Engelthal mit einem zusätzlichen Seelsorgeauftrag am dortigen Bezirksklinikum. Das Ehepaar hat zwei erwachsene Kinder und wird am 9. Juli 2017 um 17 Uhr in Kochel durch Dekan Martin Steinbach auf seine neue Stelle eingeführt werden.

Weihnachten braucht Deutung

Ein Gedanke zur Zeit

Eigentlich ist damals nur ein Kind unter ärmlichsten Verhältnissen zur Welt gekommen. Eigentlich müsste dieses Schicksal in einem Stall in Bethlehem längst vergessen sein. Aber diese eigentlich alltägliche Begebenheit hat schon von Beginn an eine Deutung erfahren, die dieses Ereignis herausgehoben hat aus der Masse des leidvoll Normalen.

Engel haben dieses Schicksal gedeutet: Maria gegenüber, dass sich in ihrem Sohn Gott zeigen würde. Auch den Hirten gegenüber, dass dieses Kind der lang ersehnte Heiland sei. Später hat auch Jesus selbst sein Leben gedeutet, und die Apostel haben diese Deutung fortgeführt.

Auch Symbole deuten dieses damalige Ereignis. Aber die Adventskränze in unseren Häusern und die Christbäume in den Schaufenstern werden zu leeren Zeichen, wenn ihre Botschaft verblasst.

Sumaya Farhat Naser über das Leben in Palästina

Die Palästinensische Friedensaktivistin Sumaya Farhat Nasar erzählte im Thomassaal der Kirchengemeinde Holzkirchen von den bedrückenden Lebensumständen ihres Volkes im Hl. Land - blieb dabei aber immer  hoffnungsvoll: Die Mehrheit der Israelis und der Palästinenser sei für ein friedliches Zusammenleben. Es seien die Angst und die Wut, die auf beiden Seiten den Frieden bedrohten. Gegen beide gelte es  anzukämpfen, meinte die Pädagogin und berichtete über ihre Arbeit mit Jugendlichen an den Schulen in Palästina.
Im Vorfeld des Abends hatte es von israelischer Seite heftige Kritik an dem Rederecht für Farhat-Nasar in kirchlichen Räumen gegeben.

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