Weihnachten braucht Deutung

Ein Gedanke zur Zeit

Eigentlich ist damals nur ein Kind unter ärmlichsten Verhältnissen zur Welt gekommen. Eigentlich müsste dieses Schicksal in einem Stall in Bethlehem längst vergessen sein. Aber diese eigentlich alltägliche Begebenheit hat schon von Beginn an eine Deutung erfahren, die dieses Ereignis herausgehoben hat aus der Masse des leidvoll Normalen.

Engel haben dieses Schicksal gedeutet: Maria gegenüber, dass sich in ihrem Sohn Gott zeigen würde. Auch den Hirten gegenüber, dass dieses Kind der lang ersehnte Heiland sei. Später hat auch Jesus selbst sein Leben gedeutet, und die Apostel haben diese Deutung fortgeführt.

Auch Symbole deuten dieses damalige Ereignis. Aber die Adventskränze in unseren Häusern und die Christbäume in den Schaufenstern werden zu leeren Zeichen, wenn ihre Botschaft verblasst.

Sumaya Farhat Naser über das Leben in Palästina

Die Palästinensische Friedensaktivistin Sumaya Farhat Nasar erzählte im Thomassaal der Kirchengemeinde Holzkirchen von den bedrückenden Lebensumständen ihres Volkes im Hl. Land - blieb dabei aber immer  hoffnungsvoll: Die Mehrheit der Israelis und der Palästinenser sei für ein friedliches Zusammenleben. Es seien die Angst und die Wut, die auf beiden Seiten den Frieden bedrohten. Gegen beide gelte es  anzukämpfen, meinte die Pädagogin und berichtete über ihre Arbeit mit Jugendlichen an den Schulen in Palästina.
Im Vorfeld des Abends hatte es von israelischer Seite heftige Kritik an dem Rederecht für Farhat-Nasar in kirchlichen Räumen gegeben.

Bischof Munib Younan trifft Papst Franziskus

Der Präsident des Lutherischen Weltbundes Bischof Munib Younan von unserer Partnerkirche, der Evang.-Luth. Kirche in Jordanien und im Hl. Land (ELCJHL) feierte gemeinsam mit Papst Franziskus einen ökumenischen Gottesdienst am Reformationsfest in Lund (Schweden). Zu Beginn des 500-jährigen Reformationsjubiläums ein herausragendes Zeichen auf dem fortschreitenden Weg der Ökumene.

Christina Haag in Holzkirchen eingeführt

 Foto: Peter Kellermann

Die Lücke im Hauptamtlichenteam ist geschlossen! Das ist eine gute Nachricht in der Kirchengemeinde Holzkirchen. Nach zwei Monaten Einarbeitungszeit hat Dekan Martin Steinbach die Religionspädagogin Christina Haag auf ihre neue Stelle in der Kirchengemeinde Holzkirchen eingeführt und die Neue zog bereits ihr erstes Resümee: "Langweilig wird mir hier wohl nicht". Das klang durchaus zufrieden und engagiert. Vor ihrer offiziellen Einführung im gut besuchten Gottesdienst stellte sich Christina Haag vor: Viele fragten, wo sie herkomme. Nun gut, sie sei in Kasachstan geboren, in Burgkunstadt aufgewachsen, habe in Nürnberg studiert und ihren Vorbereitungsdienst in Dillingen absolviert. Aber wichtig sei nicht, wo sie herkomme, viel wichtiger sei, dass sie jetzt da sei und sich auf ihre Arbeit freue.

Luther - "denk mal!"

Eine witzige Nacht- und Nebelaktion der Evangelischen Jugend in Bad Tölz: Zum Reformationsfest blickt nicht, wie gewohnt, der Winzerer auf seinem Denkmal die Tölzer Marktstraße hinunter, sondern Martin Luther. In ein Mönchsgewand gekleidet und mit einem Schild um den Hals forderte der Reformator seine Betrachter auf, auch heute Thesen zu notwendigen Veränderungen in Kirche und Gesellschaft zu äußern.

Ein hilfreiches Zeichen, wie mit dem Reformator 499 Jahre nach seiner Intervention gegen damalige kirchliche Missstände umzugehen ist. Auf keinen Fall in einem vermeintlich identitätsstiftenden Personenkult. Lutherdenkmal, Luther als Playmobilfigur, Lutherbier, Luthersocken, Lutherspieluhren mit dem Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ – alles weit am eigentlichen Ziel des Reformationsgedenkens vorbei. Es geht im Jahr 2017, auch nach dem Selbstverständnis des Reformators, nicht um die Person Martin Luthers, sondern um sein Anliegen: Christus muss wieder im Mittelpunkt stehen. Die entscheidende Frage, was Jesus heute wohl getan, gedacht und uns geraten hätte, soll unser persönliches Handeln prägen.

"... eine Herausforderung, die mir gut tut."

 Foto: Silke Scheder, Tölzer Kurier

Nach fünfeinhalb Jahren hat Pfarrer Corvin Wellner die Kocheler Kirchengemeinde als deren Seelsorger verlassen. In der vollbesetzten Kirche entpflichtete Dekan Martin Steinbach den Geistlichen von seinen Aufgaben und wünschte ihm Segen für seine neue Aufgabe in der Kirchengemeinde Weilheim. Wellner wird dort künftig für die Arbeit mit Kindern und Familien verantwortlich sein. Diese Arbeit sei eine Herausforderung, die ihm gut tue, äußerte der Pfarrer seine Vorfreude, gab auch zu, dass der Abschied von Kochel mit Wehmut verbunden sei. Auch Bürgermeister Thomas Holz äußerte, dass er den Pfarrer nicht gerne ziehen lasse, und erwähnte dessen Verdienste um die Asyl-Sozialarbeit in der Gemeinde. Diese sei ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt aller gesellschaftlichen Gruppierungen in Kochel. Neben Diakon Georg Meigl von der katholischen Gemeinde verabschiedeten sich auch die Kolleginnen vom Fachbereich Religion des Gabriel von Seidl Gymnasiums in Bad Tölz und für das Pfarrkapitel des Dekanats Pfarrer Dr. Urs Espeel (im Bild). 

Reformationsfest mit Rev. Imad Haddad

Zum Reformationsfest erwarten die Kirchengemeinden Neuhaus und Miesbach Pfarrer Imad Haddad aus ihrer Partnergemeinde Ramallah in Palästina. Pfarrer Imad Haddad wird am

31. Oktober (Montag) um 19 Uhr im Reformationsgottesdienst in der Apostelkirche Miesbach

mitwirken und anschließend ab ca 20.30 Uhr über das Gemeindeleben in Ramallah und über die politische Situation der Palästinenser im Hl. Land berichten. Die Partnerschaftsbeauftragten der Dekanatsgemeinden laden zu diesem besonderen Gottesdienst und der anschließenden Begegnung herzlich ein!  

Neu im Präsidium und im Dekanatsausschuss

Nach dem Ausscheiden von Gaby Gerg aus dem Präsidium der Dekanatssynode im Frühjahr, hat die Synode jetzt nachgewählt. Neben Marlene Petsch (Wolfratshausen) wird künftig Johannes Hütz aus Neuhaus (im Bild) zusammen mit Dekan Martin Steinbach die jährlich zweimal tagende Dekanatssynode leiten und vorbereiten. Hütz ist auch Vertrauensmann im Kirchenvorstand in Neuhaus und Mitglied im Dekanatsausschuss, dem Gremium, das die Synode zwischen den Treffen der Dekanatssynodalen vertritt. Nachgerückt in den Dekanatsausschuss ist für Gaby Gerg jetzt Sandra Büttner aus Bad Tölz (im Bild).

Die Neue im Dekanatsbüro

Die neue Mitarbeiterin im Dekanatsbüro hat ihre Arbeit aufgenommen. Sie heißt Daniela Dierssen, und kommt aus Wackersberg. Die gelernte Krankenschwester und zuletzt Lehrerin an der Krankenpflegeschule in Bad Tölz wollte mal etwas ganz Anderes machen, ist aber mit ihrer neuen Beschäftigung in der Kirche ihrer sozialen Neigung treu geblieben. Frau Dierssen ist unter der Woche vormittags von 8 Uhr bis 12.30 Uhr im Dekanatsbüro erreichbar – außer donnerstags. Bei der Dekanatssynode am 8. Oktober wird Frau Dierssen in ihren neuen Dienst eingeführt und ihre Vorgängerin, Frau Andrea Estermann, noch einmal offiziell verabschiedet.

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