Heinrich Soffel neuer 1. Pfarrer und Dekan in Bad Tölz

Am Sonntag, den 07. März 2021 führte Regionalbischof Christian Kopp in Bad Tölz in der Franziskanerkirche Pfarrer Heinrich Soffel in sein neues Amt ein. Mit dabei waren als Assistierende Betty Mehrer für das Dekanat und Stefan Seligmann für die Kirchengemeinde. Aus der früheren Wirkungsstätte Barbara Frank für die Kirchengemeinde Pfarrkirchen und Stephanie Kastner für die Pfarrerinnen in Rottal-Inn sowie Kirchenrat Matthias Pöhlman, ein langjähriger Weggefährte. Der Gottesdienst wurde wunderbar gestaltet von Elisabeth Göbel an der Orgel und einem feinen Chor. Insgesamt fanden zwei Gottesdienste statt, gestaltet von der Pfarrerin und den Pfarrern aus Bad Tölz.

Wegen der Pandemie saßen alle auf Abstand, die Dekaneschaft, das Pfarrkapitel, alle weiteren Mitarbeitenden, kirchliche Gremien sowie Gäste aus den Gemeinden und von Familie Soffel. Und dennoch war es ein Gefühl einer großen Gemeinschaft und guter Nähe. Dankbar waren wir auch für die gute Ökumene, die sich auch in der zur Verfügung gestellte Franziskanerkirche ausdrückte, sowie die wertschätzenden Grußworte aus Politik und Kirche.

In seiner Predigt führte Dekan Heinrich Soffel aus: "Zwischen dem Größenwahn alles zu bestimmen und dem Fatalismus eh nichts zu können, gibt es ein breites Feld: manchmal sogar eine goldene Mitte. Dorthin führt uns Jesus. Mitten im Tempeltrubel setzte er sich dem Gotteskasten gegenüber und sah zu. Das ist seine Haltung: Jesus sieht zu. Er sieht nicht zu, dass jetzt endlich was vorangeht, er sieht hin. Und das offenbar eine ganze Weile. Das meint: sich auf den Hosenboden setzen, dasitzen, sitzen bleiben. Das Beobachten ist so wichtig, nicht nur in Krippe und Kindergarten. Nicht eingreifen, nicht anleiten, nicht erziehen, sondern zuschauen, Hand-Auge Koordination, begreifen, zeitvergessen die Perspektiven wechseln mit allen Sinnen. ...

Vielleicht ist das unsere Rolle in einer auseinanderdriftenden Gegenwart. Auffangbecken zu sein. Ansichten nicht zu unterscheiden, sondern zusammen zu denken, Menschen nicht zu trennen, sondern zusammen zu bringen und Hilfreiches nicht zu zerreden, sondern zusammen zu tragen. Keine großen Konzepte, sondern klein anfangen und genau zusehen. Christeninnen und Christen sind wie Fische und Fischinnen im Wasser; mal am Grunde liegend und dann in die Luft springend. Eintauchend. Wir schwimmen im Fluss der Zeit und nennen das Glauben."

Als Geschenk bekamen alle einen 3D-gedruckten Fisch zur Erinnerung, die miteinander eine große Gemeinschaft bilden.