"Hauptsache: gesund!?"

Zur "Woche für das Leben"

In der gegenwärtig stattfindenden „Woche für das Leben“, wollen katholische und evangelische Kirche Impulse beisteuern zum Thema „Schwangerschaft und Pränataldiagnostik“. „Hauptsache gesund!“ – so sind sich Eltern und Gratulanten nach der Geburt eines Kindes oft einig. Was aber, wenn das Kind nicht gesund zur Welt kommt? Nach anfänglichem Erschrecken und sicher auch einer Zeit der Trauer haben Eltern sich dieser Herausforderung gestellt. Haben das Kind mit seinem Handicap geliebt und sich nach Kräften dafür eingesetzt – unter manchem Verzicht. Sie konnten sich über kleine Erfolge in der Entwicklung ihres Sprösslings freuen und durften spüren, dass auch das Kind, je nach dem Grad seiner Einschränkungen, Freude in bestimmten Situationen empfinden und zeigen konnte. Der Wunsch „Hauptsache gesund!“ hat sich für diese Eltern relativiert.

Heute ist für werdende Eltern vieles schwieriger geworden. Mit den Möglichkeiten zur vorgeburtlichen Untersuchung des Embryos...

Begegnungen sind das Salz in der Suppe

Begegnung der Ebenhausener Gemeindeglieder mit Lehrer und Internats- Schülerinnen von Talitha Kumi

Wenn man Israel und Palästina mit einer größeren Gruppe bereist, ist ein Besuchsprogramm zu den "heiligen Stätten" unumgänglich. Bethlehem ist ohne die Geburtskirche, Jerusalem ohne Klagemauer und Grabeskirche schwer vorstellbar. Überhaupt nicht vorstellbar aber ist, etwas von diesem "Hl. Land" zu lernen, wenn man nicht Menschen vor Ort begegnet, ihren Erfahrungen lauscht und an ihrem Alltag teilnimmt. Die Delegation aus dem Dekanat Bad Tölz um Dekan Martin Steinbach konnte bei ihrem Besuch in Palästina das eine mit dem anderen verbinden:

Begegnung mit Bischof Ibrahim Azar und Gemeindegliedern aus Jerusalem in Talitha Kumi

Besuch der Dar Al-Kalima Universität in Bethlehem

Rundgang durch das Dar Al-Kalima College in Bethlehem mit Rev. Dr. Mitri Raheb

Auf ihrer Palästina-Israel-Begegnungstour stattete die 28 köpfige Besuchsgruppe des Dekanats auch der Dar Al-Kalima Universität für Kunst und Kultur in Bethlehem einen Besuch ab. Rev. Dr. Mitri Raheb, der Präsident des College, begrüßte die  Gäste aus dem Partnerdekanat der ELCJHL um Dekan Martin Steinbach und erläuterte die Vision hinter diesem Projekt der lutherischen Kirche. In einem Land, in dem viele junge Menschen durch Besatzung und Unterdrückung traumatisiert seien, komme der Kunst oft eine therapeutische Funktion zu. Sie ermögliche es, Erfahrungen auszudrücken und Wege zu sich selbst zu entdecken. Es sei in Palästina zudem wichtig, ...

Singen in der Kirche

Konvent der KirchenmusikerInnen des Dekanats (von links:) Elisabeth Göbel, (Bad Tölz, Dekanatskantorin); Renate Klemm (Geretsried), karin Feneberg (Gmund), Gisela Stübing (Sauerlach), Referentin Stefanie Hruschka-Kumpf, Pfarrer Martin Voß und Tanja Voß (beide Bad Wiessee)

Einmal im Jahr lädt Dekanatskantorin Elisabeth Göbel die KirchenmusikerInnen der zwölf Kirchengemeinden zum Dekanatskonvent. In diesem Jahr stand neben dem Austausch und Informationen aus dem Dekanat das Chorsingen auf dem Programm: Zu Gast war Chorreferentin Stefanie Hruschka-Kumpf vom evangelischen Chorverband „Singen in der Kirche“. Die Referentin stellte zunächst die Arbeit des Verbands vor, dann folgte praktische Arbeit: Nach einem Einsingen wurden einige Lieder aus dem Chorheft zum Liederbuch „Kommt, atmet auf“ gemeinsam musiziert.

Beauftragt zur Wortverkündigung

Religionspädagogin Christina Haag (Holzkirchen) wurde auf Antrag ihrer Kirchengemeinde vom Landeskirchenrat beauftragt, neben der Schul- und Gemeindearbeit auch in Gottesdiensten zu predigen und das Hl. Abendmahl zu feiern. Die dazu ausgestellte Beurkundung überreichte ihr jetzt Dekan Martin Steinbach in einem Familiengottesdienst zum Palmsonntag.

Pfarrerin Janßen wechselt nach Fürstenried

Pfarrerin Antonia Janßen hat seit März 2013 auf ihrer 0,5 Stelle Kochel II gewiss prägende Jahre erlebt. Sie war nach ihrem Studium in München und Hamburg und dem anschließenden Vikariat in München Moosach die erste Pfarrerin auf der mit dem Landesstellenplan 2010 neu geschaffenen Stelle, musste diese mit Leben füllen und konnte manche Erfahrungen sammeln. In ihre Zeit in Kochel fiel auch die Geburt ihrer Zwillinge, später die Vertretung der vakanten 1. Pfarrstelle, durch die die junge Pfarrerin sich auch sehr zuverlässig in die Geschäftsführung einer Pfarrei eingearbeitet hat. Nun hat sich die Pfarrerin auf die 0,75-Stelle Andreas III in Fürstenried beworben und hat diese Stelle zugesprochen bekommen.

Roger Schmidt wird Nachfolger von Rainer Brandt

Der künftige Leiter des Studienzentrums für evangelische Jugendarbeit in Josefstal heißt Roger Schmidt. Er wurde als Nachfolger von Rainer Brandt gewählt, der nach 16 Jahren als Leiter des Studienzentrums zum Jahresende in den Ruhestand tritt.

Pfarrer Roger Schmidt ist 42 Jahre jung und lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern z. Zt. In München. Er hat sich schon früh in der Evangelischen Jugend Schweinfurt engagiert und war dann zum Vorsitzendendes Landesjugendkonventes und der Landesjugendkammer der Evangelischen Jugend in Bayern gewählt worden.

Nach dem Theologiestudium wirkte er in einem Spezialvikariat mit beim Aufbau der Jugendkirche in Nürnberg mit.

Die Kirchenvorstände werden neu gewählt

Die sechsjährige Amtsperiode der Kirchenvorstände in Bayern geht im Herbst zu Ende. Am 21. Oktober wird neu gewählt. Kirchenvorstandswahlen sind wichtige Stationen im Leben einer Gemeinde. Sie sind Gelegenheit zu zeigen: „Ich glaub. Ich wähl.“ Diejenigen, die bereit sind zu kandidieren, setzen ein Zeichen, wofür sie mit Zeit, Kraft und Ansehen stehen. Diejenigen, die bereit sind zu wählen, setzen ein Zeichen, dass sie am Gemeindeleben Anteil nehmen.

Hier nun die wichtigsten Informationen zur Wahl: Wählen dürfen alle Gemeindemitglieder, die am Wahltag 14 Jahre alt und konfirmiert bzw. aufgenommen sind und seit drei Monaten in der Kirchengemeinde wohnen. Wählbar sind Gemeindemitglieder ab 18 Jahren. Der  Vertrauensausschuss  stellt den Wahlvorschlag auf. Alle Gemeindemitglieder können bis Anfang Mai 2018 über ihr Pfarramt Kandidatinnen und Kandidaten vorschlagen. Die Kirchenleitung hat eine allgemeine Briefwahl vorgesehen, das heißt, dass alle Wahlberechtigten ihre kompletten Wahlunterlagen mit der Post bekommen. Sie können damit in das Wahllokal kommen oder direkt und ohne Antrag ihre Briefwahl durchführen.

Wiedergewählt

Pfarrerin Anika Sergel-Kohls (Miesbach - Foto Thomas Klinger) ist von ihren Amtsschwestern und -brüdern im Dekanat Bad Tölz für weitere sechs Jahre im Amt der stellvertretenden Seniorin bestätigt worden. Sie ist damit zusammen mit ihrem Kollegen Georg Bücheler aus Geretsried, der das Amt des Seniors bekleidet, zuständig für die Begleitung und Anliegen ihrer BerufskollegInnen und für die Durchführung der Pfarrkonvente. Daneben berät sie den Dekan bei Beurteilungen im Pfarrkapitel und vermittelt bei möglichen Konflikten. Die Stellvertreterin des Seniors versieht seit 2010 zusammen mit ihrem Mann die Pfarrstelle I in Miesbach und ist noch dazu die Ökumenebeauftragte im Dekanat.

Pizza gehört nicht zu Deutschland

Ein Gedanke zur Zeit

„Nein. Pizza gehört nicht zu Deutschland. Deutschland ist vielmehr durch eine fleischlastige, deftige Küche geprägt. Das erklärt sich daraus, dass Deutschland relativ nördlich liegt und früher in harten Winterzeiten auf die Kalorienzufuhr geachtet werden musste. Deshalb gehören Schweinsbraten zu Deutschland, Bratwürste, Sauerkraut, Eisbein etc. Pizza und Pasta gehören nicht zu Deutschland. Diese Küche ist erst Folge der Arbeitsmigration vieler Italiener nach Deutschland .“

Auch diese Worte könnten von dem frisch ernannten Heimatminister stammen. Und sie entfalten ihre Wirkung, je nachdem, wo sie gesagt werden. Sie sind richtig in einem Vortrag über den Wandel der deutschen Küche nach dem 2. Weltkrieg. Aber diese Aussage ist falsch, wenn sie den „Italiener um die Ecke“ diskreditieren will. Sein Essen ist anders als das einer bayerischen Dorfwirtschaft. Trotzdem mögen es viele.

Was heute zu Deutschland gehört und was nicht, ist kein Wunschkonzert:

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