Zur Person: Dekan Martin Steinbach

 

Seit Juli 2004 leitet Pfarrer Martin Steinbach (Jahrgang 1955) den Tölzer Dekanatsbezirk als dessen Dekan.

Der gebürtige Unterfranke, verheiratet mit Ehefrau Birgit, und Vater von drei Kindern war nach dem Studium zunächst Vikar in Würzburg, bevor Kitzingen und Schweinfurt seine weiteren Stationen waren. Nach zuletzt 13 Jahren an der Christuskirche in Schweinfurt (unter anderem in der Funktion des stellvertretenden Dekans), verschlug es ihn 2004 in den Süden der Landeskirche in das Dekanat Bad Tölz.

Steinbach ist nach Dekan i.R. Jürgen Wieber erst der zweite Dekan des im Oktober 1997 neu gegründeten und aus den Dekanaten Weilheim und Rosenheim ausge- gliederten Dekanatsbezirks.

Dekan Martin Steinbach

 
  "zurZeit" – ein Gedanke des Dekans zur Zeit

 

Gehören wir wirklich zusammen?
Mal Hand auf’s Herz: Ist Ihre Familie noch intakt? Haben Sie gemeinsame Interessen? Spielen Sie als Familie in Ihrer Freizeit lieber gemeinsam Fußball oder sitzen Sie mit Ihrer Frau und den Kindern lieber am geheizten Kamin und stricken? Herrscht bei Ihnen in allen Fragen Übereinstimmung? Haben Sie als Eltern die gleichen Traditionen? Hatten schon Ihre Eltern die gleiche Bildung, dieselben Werte, das gleiche Vermögen?
Nur wenn dies so ist, gehören Sie wirklich zusammen und sind eine intakte Familie. Andernfalls sollten Sie die längst fälligen Konsequenzen ziehen und sich trennen. Ziehen Sie aus der gemeinsamen Wohnung aus! Oder folgen Sie dem Vorbild Ihrer Kirchen und essen vor allem nicht mehr gemeinsam!
Wir stehen in der „Gebetswoche für die Einheit der Christen“. Wofür sollen wir da beten? Um Übereinstimmung in allen theologischen, praktischen und gesellschaftlichen Fragen? Um gleiche Traditionen in unserer Vergangenheit? Oder um mehr Freiheit und Einsicht des Familienvaters? Ich bete darum, dass unsere Kirchen verstehen, dass sie eine Familie sind, auch wenn sie nicht immer die gleiche Meinung vertreten. Dass sie zusammengehören, auch wenn sie andere Begabungen haben. Und dass sie sich eng verbunden wissen, auch wenn sie sich eher ergänzen, statt gleich zu sein. Manche Familien, die noch gemeinsam am Tisch sitzen, wären froh, wenn sie so viele Gemeinsamkeiten hätten, wie die christlichen Konfessionen.
Es grüßt Sie herzlich
Ihr Dekan Martin Steinbach

 
 


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